OBERMAYER GERMAN JEWISH HISTORY AWARDS
22. Januar 201

AUFRUF FÜR NOMINIERUNGEN
Einsendeschluss: 12. September 2017

 

ÜBERSICHT

In den vergangenen Jahrzehnten haben zahlreiche Einzelpersonen in Deutschland mit kreativem und selbstlosem Engagement dazu beigetragen, das Bewusstsein für eine einstmals lebendige jüdische Kultur in ihren Gemeinden zu wecken oder mit neuem Leben zu erfüllen. Die Obermayer Foundation zeichnet im Rahmen der Obermayer German Jewish History Awards (Deutsch-jüdischer Geschichtspreis) alljährlich in der Regel fünf Einzelpersonen und/oder Organisationen für ihre Arbeit in diesem Bereich aus.

Die Obermayer German Jewish History Awards dienen der Anerkennung und Förderung der Arbeit deutscher Einzelpersonen und Gruppen, die in herausragender Weise zur Bewahrung oder Wiederbelebung jüdischer Geschichte und Kultur und damit auch zur intergenerationellen und interkulturellen Versöhnung beigetragen haben.

Die Obermayer German Jewish History Awards werden seit dem Jahr 2000 an Einzelpersonen und Gruppen für Projekte zur Bewahrung der jüdischen Geschichte und Kultur verliehen. Das Spektrum der Betätigungsfelder ist breit gefächert und umfasst zum Beispiel:

  • Bildungsprogramme und Ausstellungen
  • Restaurierung und Wiederaufbau von Synagogen und Friedhöfen
  • Errichtung/Initiierung von Holocaust-Gedenkstätten und -Mahnmälern
  • Genealogische Forschung
  • Aufbau von Websites und Publikationen
  • Stolpersteine
  • Öffentliche Programme

Die Preisträger_innen gehen unterschiedlichsten Berufen nach, vom Steinmetz über den Briefträger bis hin zum Künstler oder Arzt, und stammen aus allen Regionen Deutschlands. Porträts zu den Preisträger_innen früherer Jahre sowie Informationen zu den Preisverleihungen finden Sie unter http://www.obermayer.us/award/. Die in den Porträts zu den bisherigen Preisträger_innen dargestellten Arbeitsfelder können als Leitfaden für die Preiswürdigkeit herangezogen werden, aber auch Nominierungen für andere Formen des Engagements werden ausdrücklich begrüßt.

Ins Leben gerufen wurde die Auszeichnung von Dr. Arthur S. Obermayer (1931-2016). Träger der Awards ist die Obermayer Foundation; die Preisverleihung in Berlin wird durch das Berliner Abgeordnetenhaus finanziell und organisatorisch unterstützt. Co-Sponsoren sind das Leo Baeck Institut (New York) und GerSIG (German Jewish Special Interest Group of JewishGen.org – führende weltweit aktive Internet-Organisation zur jüdischen Genealogie).

AUSWAHLKRITERIEN

Die Auszeichnung wird deutschen Einzelpersonen und Gruppen verliehen, die

  • einen herausragenden Beitrag zur Bewahrung oder Wiederbelebung jüdischer Geschichte und Kultur sowie der Erhaltung und Wiederherstellung von Friedhöfen und Synagogen in ihren örtlichen Gemeinden geleistet haben
  • das Bewusstsein für eine einst lebendige jüdische Geschichte in ihren Gemeinden wachgerufen haben.

Die Bewertung der Projekte erfolgt anhand folgender Kriterien:

  • Bildungsrelevanz
  • Nachhaltigkeit und Potenzial für breitere Wirkung
  • Gegenseitiges Verständnis und Respekt für ein gemeinsames Erbe
  • Verbesserung der Beziehungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen

Die Projekte der Preisträger_innen dürfen weder Teil der beruflichen Tätigkeit noch eines akademischen Studiums sein. Auch dürfen sie nicht gegen Entgelt erfolgen. Ein Bezug zum Beruf der Nominierten ist zulässig, wenn die Beiträge über das hinausgehen, was im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erwartet werden kann.

NOMINIERUNGSVERFAHREN

Einsendeschluss für Nominierungen ist der 12. September 2017 (Eingangsdatum). Einsendeschluss für ergänzende Materialien ist der 6. September 2017 (Eingangsdatum).

Nominierungen können aus aller Welt eingereicht werden, wobei Vorschläge mit mindestens einem jüdischen Nominierenden bevorzugt werden. Gerne können weitere Nominierende zusätzliche Informationen zur nominierten Person oder Organisation einbringen.

Zur Nominierung sind nachfolgend aufgeführte Unterlagen einzureichen. Details finden Sie im Nominierungsformular und im Detaillierten Nominierungsleitfaden, die unter http://www.obermayer.us/award/application-ger.htm zum Download bereitstehen.

  • Ausgefülltes Nominierungsformular
  • Kurzer biographischer Überblick zur nominierten Person oder Gruppe
  • Beschreibung der Aktivitäten der nominierten Person bzw. Organisation
  • Persönliche Referenzen, falls nötig (siehe Nominierungsformular)

Optional können ergänzende Materialien (zum Beispiel Bücher, Artikel, Videos, CD-ROMs, Fotos von Ausstellungen, Wiederherstellungs- oder Renovierungsprojekten) eingereicht werden. Weitere Informationen siehe Detaillierter Nominierungsleitfaden.

Auf Wunsch und nach dem Ermessen des/der Nominierende_n oder des/der Nominierten kann ein persönliches Motivationsschreiben der nominierten Person zusammen mit diesem Material eingereicht werden. Falls ein solches Schreiben beigefügt wird, sollte es nicht mehr als 200 Wörter umfassen und den Fokus auf die Beweggründe des/der Nominierten für die Arbeit und ihre Weiterführung in der Zukunft legen.

JURY

Die Jury der Obermayer German Jewish History Awards setzt sich zusammen aus internationalen Experten und führenden Persönlichkeiten, die über eine umfassende Kenntnis der jüdischen Geschichte verfügen:

  • Karen Franklin, Jury-Vorsitzende (New York); Direktorin des Family Research Program des Leo Baeck Institute und Direktorin des Judaica Museum in Riverdale, New York.
  • Henry Obermayer (San Francisco); Wissenschaftler, Community Builder (Begleiter/Förderer von Gemeinschaftsprojekten) und Berater
  • Ralf Wieland (Berlin), Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses
  • David Ellenson (New York); Direktor des Schusterman Center for Israel Studies an der Brandeis University
  • Frank Mecklenburg (New York); Chefarchivar und Forschungsdirektor am Leo Baeck Institute
  • Sara Nachama (Berlin); Gründungsdirektorin der Berliner Zweigstelle des Touro College (New York) sowie Vizepräsidentin und Rektorin des Touro College Berlin
  • Hanno Loewy (Hohenems, Österreich); Direktor des Jüdischen Museums Hohenems und Gründungsdirektor des Fritz Bauer Instituts

Die Biographien der Jurymitglieder sind im Internet zu finden unter http://www.obermayer.us/award/jury.htm.

BENACHRICHTIGUNG DER PREISTRÄGER_INNEN

Die Preisträger_innen werden im November 2017 benachrichtigt.

Nach der Preisverleihung erhalten weitere Nominierte eine Anerkennungsurkunde in Würdigung ihrer Leistungen.

PREISVERLEIHUNG

Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 22. Januar 2018 im Berliner Abgeordnetenhaus. Am Vorabend wird zu einem Festbankett eingeladen. Der Termin Ende Januar ist bewusst so gewählt, dass die Veranstaltung um den internationalen Holocaust-Gedenktag herum stattfindet, der alljährlich am 27. Januar im Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Januar 1945 begangen wird. Filmaufzeichnungen zu den Preisverleihungen der vergangenen Jahre finden Sie in unserem YouTube Kanal.

Die Preisträger_innen erhalten zur Unterstützung ihrer weiteren Arbeit einen Geldpreis. Die Verleihung der Obermayer Awards stößt alljährlich auf große Presseresonanz – in den Gemeinden der Preisträger_innen ebenso wie in ganz Deutschland und international (siehe http://www.obermayer.us/award/news.htm).

Reisekosten sowie die Kosten für Hotel und Bankett werden für die Preisträger_innen und eine Begleitperson übernommen. Erfolgreiche Nominierende werden ebenfalls zu allen Veranstaltungen anlässlich der Preisverleihung in Berlin eingeladen, um den Anlass gemeinsam mit den von ihnen nominierten Preisträger_innen zu begehen.

KONTAKT

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.obermayer.us/award. Alle englischsprachigen Anfragen sind bitte zu richten an  germanaward@gmail.com (Einreichung per E-Mail bevorzugt).

Postadresse:
Obermayer Foundation, Inc.
15 Grey Stone Path
Dedham, MA 02026
USA

Ausschließlich deutschsprachige Anfragen sind zu richten an:
Frau
Karin Brandes
Referat Protokoll
Abgeordnetenhaus von Berlin
D-10111 Berlin
Deutschland
Karin.Brandes@parlament-berlin.de